Dass Jerusalem als Hauptstadt Israels im Brennpunkt des arabischen bzw. moslemischen Zorns und Hasses liegt, macht weltweit Schlagzeilen, wenn Palästinenser Selbstmordterroranschläge verüben und den Heiligen Krieg ausrufen, um Jerusalem aus den Händen der Juden zu befreien.
Als der neue PLO-Chef Mahmoud Abbas die Palästinenser aufforderte, den Terror gegen Israel einzustellen, erklärte er in derselben Rede, dass sie dafür auf dem Verhandlungsweg Herr über Jerusalem werden wollen.
Die Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad wollen sich aber gar nicht erst auf Verhandlungen mit Israel einlassen, sondern „Jerusalem mit dem Schwert Mohammeds erobern, so dass kein Jude in ganz Palästina mehr am Leben bleibt, um mit den abgeschlagenen Köpfen der Juden eine Pyramide über Arafats Grab zu errichten“ (Hamas-Sprecher Abu Zuhari, am 17.12.2004).
Wenn Christen solche grausamen Hassparolen extremer Moslems gegen Juden hören, schütteln sie mit Abscheu den Kopf. Doch sind die Christen selber gänzlich frei vom Judenhass? Schwelt nicht in vielen Christen, ja selbst in so genannten Israelfreunden, ein gewisser Antijudaismus?
Natürlich würden Christen heute keine blutigen Judenverfolgungen wie im Mittelalter mehr durchführen. Ob sie jedoch etwas dagegen unternehmen würden, ist fraglich, denn wo waren all jene – mit Ausnahme Einzelner – die während des Holocaustes versuchten, den Millionenfachen grausamen Judenmord zu verhindern?
Es ist lobenswert, dass Christen sich auf die Seite Israels stellen, weil sie in der Wiederentstehung des Staates Israel die Erfüllung biblischer Verheißungen sehen und sich daher mutig gegen den Antizionismus äußern. Inwieweit hier Eigennutz im Spiel ist, kann man nicht genau eruieren, denn schließlich ist die in der Bibel verheißene Heimkehr der Juden nach Zion sowie die Urbarmachung der Wüste
„Ich, der HErr, will euch (Israel) aus den Nationen herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land zurückbringen damit man alsdann sagen wird: Dieses verwüstete Land ist wie ein Garten Eden geworden und die zertrümmerten Städte sind wohlbefestigt und bewohnt“ (Hes. 36,24 u. 25)
ein Beweis dafür, dass die Bibel Gottes Wort ist, wodurch auch die Aussagen, die für den christlichen Glauben wichtig sind, bestätigt werden.
Dass bewusste Christen den Holocaust und den neuzeitlichen antiisraelischen Terror verurteilen, steht fest. Inwieweit sie jedoch noch einen latenten Antijudaismus pflegen, sollte man prüfen, denn man findet selbst bei erklärten Israelfreunden oft noch eine gewisse Ablehnung gegen Juden, da sie fast nur einen Blick für die negativen Seiten der Juden haben.
Es gehört zum Muss mancher christlicher Medien, um – wie sie sagen – ein ausgewogenes Bild zu vermitteln, das Negative der Juden zu bringen, was sie oft mit Nachdruck tun. Die selben Blätter aber verherrlichen die messianischen Juden als wären sie unfehlbar. Wer dagegen etwas über die Streitereien und Unregelmäßigkeiten der messianischen Gemeinden sagt, gilt als Nestbeschmutzer. Gegenüber den negativen Seiten der messianischen Juden verschließt man die Augen. Weil solche Medien nur über das Positive der messianischen Juden berichten und zur gleichen Zeit immer wieder die negativen Seiten der Juden hervorheben, drängt sich die Frage auf, ob hier nicht ein unbewusster bis bewusster Antijudaismus das Sagen hat – und das selbst bei Christen, die sich gegen den Antisemitismus und den Antizionismus stark machen.
Natürlich gehört es zu einer objektiven Berichterstattung, auch die negativen Seiten zu bringen. Das aber darf nicht einseitig geschehen, sondern muss – um wirklich objektiv zu sein – über beide Seiten gesagt werden. Wer den blutigen Hass der Moslems gegen Israel verurteilt, muss wissen, dass der religiöse Antijudaismus die Wurzel des Antisemitismus und damit des politischen Antizionismus ist. Man sollte sich der Zusage Gottes bewusst sein: „Ich will die gesamte Nachkommenschaft Israels nicht verwerfen wegen alles dessen, was sie begangen haben“ (Jeremia 31,35-37).
Letzte Änderung am Mittwoch, 1. Juni 2011 um 22:02:31 Uhr.
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