Das liberale Judentum |
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Das progressive Judentum in seiner liberalen und reformorientierten Ausprägung ist als Alternative zum orthodoxen Judentum die vorherrschende Richtung innerhalb der jüdischen Religionsgemeinschaft. Seine Ursprünge sind vor allem in Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts zu finden und gehen auf Ideen von Moses Mendelssohn, Israel Jacobsohn, Leopold Zunz, Abraham Geiger und Zacharias Frankel zurück. Dabei wird die Offenbarung nicht als ein einmaliger Akt verstanden, bei dem Moses durch Gott wörtlich die Thora ("schriftliche Lehre") sowie alle Auslegungen ("mündliche Lehre", später im Talmud niedergeschrieben) erhalten hat, sondern als ein fortdauernder, von Gott ausgehender und durch Menschen vermittelter dynamischer und fortschreitender ("progressiver") Prozess begriffen. Die jüdische Tradition verpflichtet daher sowohl zur Bewahrung als auch zur Erneuerung. Die Texte der hebräischen Bibel sind einer historisch-kritischen Erforschung nicht entzogen. |
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Kennzeichen des liberalen Judentums
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