Ein echter Wettbewerb ist unerwünscht |
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Von Meirav Arlosoroff
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Die zuständigen Stellen haben zwar für den zivilen Luftverkehr von und nach Israel die Politik des «offenen Himmels» verkündet, doch von einem Wettbewerb im Interesse der Reisenden ist man noch ein gutes Stück entfernt. |
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Restriktive Politik
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Die Fluglinien befinden sich in anderen Worten in einem Bereich mit einem unglaublichen Nachfrage-Überhang, und es steht nicht zu befürchten, dass sich daran in absehbarer Zukunft Wesentliches ändern wird. In erster Linie ist dafür das israelische Transportministerium verantwortlich, dass in der Praxis sicherstellt, dass der Nachfrage-Überhang bestehen bleibt. Israeli, die ins Ausland reisen wollen, müssen sich daher diesen Forderungen anpassen – ebenso wie den übertriebenen Preisen. Offiziell ist das natürlich nicht die Politik des Transportministeriums. Minister Shaul Mofaz und sein Generaldirektor Gideon Siterman loben vielmehr in bombastischen Statements ihre Politik des «offenen Himmels». Unter dem Deckmantel dieser Äusserungen aber macht das Ministerium genau das Gegenteil: Es verhindert die Öffnung des israelischen Himmels für einen echten Wettbewerb. Das geschieht durch eine restriktive Gewährung der Landerechte in Israel, und wenn eine Gesellschaft diese Rechte schon erhält, so ist an sie eine ganze Liste strikter Forderungen geknüpft. |
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Die Touristen zahlen den Preis
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Im Fall der Briten erbrachte der Druck also das gewünschte Ergebnis. In einer ähnlichen Situation in Deutschland hingegen schlugen ähnliche Versuche fehl, und so ist die Route zwischen Israel und Deutschland nach wie vor ausschliesslich in den Händen von El Al und Lufthansa. Siterman sieht darin kein Problem: «Wir befürworten den Wettbewerb, doch nur auf gleichberechtigter Basis zwischen israelischen und ausländischen Fluglinien.» Für Israels Transportministerium steht in anderen Worten das Recht der israelischen Gesellschaften zuoberst auf der Prioritätenliste. Wäre das Ministerium gewillt gewesen, auf die Forderung der Gegenseitigkeit zu verzichten, wäre es möglich, die Zahl der für Israel verfügbaren Sitze auf verschiedenen Routen zu erhöhen, zumindest in einer Richtung. |
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Ein fragwürdiger Profit
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Vergessen wir nicht, dass es sich bei den israelischen Gesellschaften nicht um amorphe Gebilde handelt, sondern um private Fluglinien im Besitz der Familien Borovich (El Al), dem IDB-Konsortium der Familie Dankner (Israir) und den Gebrüdern Nakash (Arkia). All diesen Magnaten scheint es gestattet zu sein, in einem Flugmarkt ohne Grenzen, aber auch ohne Wettbewerb einen netten Profit einzustreichen. Das Transportministerium ist offenbar zum Schluss gelangt, dass die Rechte der wohlhabenden Fluglinien-Besitzer wichtiger sind als das Recht des Passagiers, zu einem vernünftigen Preis zu fliegen und eine qualitativ ansprechende Dienstleistung zu geniessen. |
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Weitere Berichte:
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