Neonazis und Islamisten vereint |
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Israel als gemeinsames Feindbild
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Zwischen der rechtsextremen Szene und dem islamistisch geprägten Migranten-Milieus in Deutschland registriert der Verfassungsschutz ideologische Überschneidungen. Beide verbinde "ein gemeinsames Feindbild: Israel und die Juden insgesamt". |
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Der deutsche Verfassungsschutz registriert derzeit eine ideologische Allianz zwischen Neonazis und Islamisten. Nach den Steinwürfen arabischstämmiger Kinder und Jugendlicher auf eine Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover wies der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, auf ideologische Überschneidungen zwischen der rechtsextremen Szene und dem islamistisch geprägten Migranten-Milieus in Deutschland hin. Beide verbinde "ein gemeinsames Feindbild: Israel und die Juden insgesamt", sagte Fromm dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Das im Zeichen der kulturellen Verständigung stehende Fest endete abrupt, eine Tänzerin wurde verletzt. |
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Während die Rechtsextremisten einen "mehr oder weniger deutlich zu Tage tretenden rassistischen Antisemitismus" kultivierten, seien die Islamisten "auf den israelisch-palästinensischen Konflikt orientiert" und verträten "antizionistische ideologische Positionen, die auch antijüdisch und antisemitisch ausgeprägt sein können". In beiden extremistischen Bewegungen, so Fromm, werde Israel und den Juden "eine ausserordentliche politische Macht unterstellt, die es zu bekämpfen gilt". Es sei anzunehmen, dass die von Islamisten verbreitete Propaganda sich auf entsprechende soziale Milieus auswirke. |
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Internationaler Trend
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Schlagzeilen machte Ende Juni auch der offenbar spontane, sich aus einem Gespräch ergebende Angriff eines Palästinensers auf zwei junge israelische Touristen in einer Berliner Discothek. Im April dokumentierte die Universität Tel Aviv einen wachsenden Trend hin zu antisemitischen Übergriffen. So soll sich die Zahl gewalttätiger Übergriffe 2009 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt haben auf das höchste in den letzten 20 Jahren registrierte Niveau. Besonders stark sei dieser Trend in einigen europäischen Ländern zu sehen, vor allem in Grossbritannien und Frankreich. Erstmals lösten muslimische Täter dabei Neonazis als Haupttätergruppe ab. |
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Weitere Berichte:
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