Iran spielte Schlüsselrolle bei Flug der Drohne

Iranische Experten für unbemannte Fluggeräte (Drohnen) der iranischen Revolutionsgarde haben sich an der Entsendung einer Drohne durch die Hisbollah von libanesischem Boden aus beteiligt. Die Drohne befand sich mehrere Minuten über Nordisrael. Anscheinend war sie mit einer Kamera ausgerüstet, die fähig ist, Bilder zu übermitteln, während das Flugobjekt in Bewegung ist. Die erste Entsendung einer iranischen Drohne durch die Hisbollah endete damit, dass das Flugobjekt auf seinem Rückweg in den Libanon abstürzte. Am Dienstag hatte Iran angekündigt, dass er in der Lage sei, große Mengen an Mittelstreckenraketen des Typs Shihab-3 herzustellen. Man kann annehmen, dass diese Raketen Israel treffen können.

Ungewöhnlich ist, dass iranische Militärexperten der Revolutionsgarde dieses mal ihre Leute in ein drittes Land entsandt haben, um von dort gegen Israel zu agieren. Bisher unterstützten sie die palästinensischen Terrorgruppen gewöhnlich mit Geld oder Waffen. Jetzt waren Iraner direkt an der Entsendung der Drohne und an den diesbezüglichen Vorbereitungen beteiligt. Es ist möglich, dass die libanesische Regierung nichts von den Aktivitäten, ihren Vorbereitungen und der iranischen Verwicklung wussten. Da sich der Vorfall aber auf libanesischem Gebiet ereignete, ist die libanesische Regierung direkt verantwortlich.

Die Drohne wurde in den 1990er Jahren in Iran entwickelt und gebaut. Das Flugobjekt ist technologisch betrachtet sehr einfach. Die Flugroute wird vor dem Start einprogrammiert. Während des Fluges sendet eine Kamera Bilder an die Bodenstation, die in diesem Fall vermutlich von Iranern besetzt war. Anscheinend soll das Flugobjekt im Normalfall mit Hilfe von Fallschirmen landen. Die Iraner lieferten mehrere solche Drohnen an die Hisbollah, so wie sie auch schon Raketen lieferten. Vor Lieferung der Drohnen stellte der Iran die Bedingung, dass die Hisbollah vor jeder Entsendung die Zustimmung Teherans einholt.

Die Hisbollah-Akteure wurden von Experten der iranischen Revolutionsgarde in der Handhabung der Drohnen unterrichtet. Die Entsendung der Drohne und weitere militärische Aktionen zeigen, dass Iraner unter dem Schutz und dem Deckmantel der Hisbollah im Libanon sind und dort tun können, was sie wollen. Syrien hat weiterhin Truppen im Libanon stationiert, während der Libanon durch die Revolutionsgarde und andere Organisationen operiert. Kürzlich hat Scheich Hassan Nasrallah damit geprahlt, dass seine Organisation Israel im Luftraum unter Kontrolle halten könne. Er erklärte, die Hisbollah würde das militärische Gleichgewicht im Luftraum ändern. Daher hat man gute Gründe, anzunehmen, dass er Boden-Luft-Raketen entweder von Syrien oder vom Iran erhalten hat. Die Existenz von einigen Drohnen werden dieses Kräftegleichgewicht mit Israel nicht ins Schwanken bringen, selbst dann nicht, wenn diese Drohnen tiefer nach Israel eindringen, und selbst wenn sie Kameras oder sogar Sprengstoff transportieren können.

Das Eindringen der Drohne in israelischen Luftraum überraschte die Israelische Luftwaffe (IAF) und man kann davon ausgehen, dass aus diesem Vorfall entsprechende Lehren gezogen werden. Für die IAF und ihr Radarsystem sollte es kein Problem sein, mit Hisbollah-Drohnen umzugehen, und die Hisbollah und der Libanon sollten einen Preis für solches Eindringen bezahlen. Eine weitere Lehre ist dies: Wenn der Iran bereit ist, das Risiko einer solchen direkten Verwicklung auf sich zu nehmen, könnte er sogar noch risikoreichere Aktionen in Kauf nehmen.


Palästinenser intensivieren Raketenangriffe

Palästinenser haben israelische Siedlungen im Gazastreifen am Morgen unter starken Beschuss genommen. Zwei Qassam-Raketen schlugen gegen 9 Uhr in Nissit im Norden des Gazastreifens ein. Eine Rakete traf das Gebiet zwischen einem Kindergarten und einem Wohnhaus. Die drei Bewohner des Hauses, ein Elternpaar mit einem Kind, erlitten einen Schock. Eine weitere Rakete schlug im Zentrum des Ortes ein. Kurz zuvor schossen Palästinenser zwei Mörsergranaten auf die Siedlung Newe Dekalim in Gush Katif im Süden des Gazastreifens. Eine der Granaten traf zwischen Wohnhäuser, eine weitere Granate schlug nicht weit von der Schule der Siedlung ein. Am Nachmittag landete eine weitere Qassam-Rakete auf unbebautem Gebiet im westlichen Negev.

Soldaten entdeckten am Morgen im nördlichen Gazastreifen zwei Palästinenser, die sich vom Gazastreifen aus dem Sicherheitszaun in der Nähe des Kibbuz Nachal Oz (auf israelischer Seite) näherten. Auf dem Gebiet ist das Betreten verboten. Die Soldaten schossen auf die Männer und verletzten sie. Bei einem der Terroristen wurden Beobachtungsgeräte gefunden. In der Vergangenheit wurden auf demselben Gebiet Dutzende Sprengsätze gelegt. Wiederholt hatten Terroristen versucht, von hier aus auf israelisches Gebiet vorzudringen, um Ortschaften auf der israelischen Seite der Grünen Linie anzugreifen.

Die israelische Armee teilte mit, dass die Palästinenser ihre Angriffe im Gazastreifen intensivieren. Das gilt sowohl für Versuche, Raketen auf israelische Ziele abzuschießen, als auch für Versuche, auf israelisches Gebiet vorzudringen. „Tendenziell sehen wir keine Veränderung, die Motivation ist immer noch da und die Wachsamkeit und Bereitschaft ist auf ihrem Höhepunkt“, erklärte ein Sprecher der IDF.

Im Westjordanland zerstörten Soldaten in der Nacht das Haus des Terroristen Wagdi Azmi Sabti Guda, der bis zu seiner Verhaftung vor einigen Monaten als Anführer der sog. „Demokratischen Volksfront“ in Nablus tätig war. Die IDF gehen davon aus, dass er den Selbstmordattentäter zu dem Anschlag an der Kreuzung von Geha im Dezember 2003 entsandt hat, bei dem vier Israelis getötet und Dutzende verletzt wurden. Außerdem soll er zahlreiche weitere Anschläge geplant haben.


Iran half Hisbollah beim Aufbau einer Luftwaffe

Der Iran hat die Hisbollah mit acht Drohnen zum Einsatz gegen den Staat Israel ausgestattet. Außerdem hat der Iran die Techniker ausgebildet, die die unbemannten Flugkörper bedienen können. Dies teilte heute (Mi., 10.11.) die arabische Tageszeitung „A-Sharq al-Awsat“ neben weiteren Details über die iranisch-libanesische „Luftwaffenindustrie“ mit. Der militärische Informant im Iran, der die Einzelheiten über die Entsendung der Drohne durch die Hisbollah über Nordisrael mitteilte, erklärte, dass er sich im Rahmen seiner Aufgabe in der „Iranischen Revolutionsgarde“ mehrere Monate im Libanon aufgehalten hatte. Nach seinen Angaben schulte er hochrangige Techniker der elektronischen Kampfeinheit der Hisbollah und lehrte ihnen die Bedienung von Drohnen und von technischer Ausrüstung zu nachrichtendienstlichen Zwecken sowie die Bedienung von Kameras, die die Drohnen an Bord tragen.
Die Quelle berichtete weiter, dass die iranischen Verantwortlichen für die Produktion von Flugkörpern und das iranische Verteidigungsministerium vor mehr als 17 Jahren mit der Herstellung von unbemannten Flugzeugen des Typs „Fahbad“ begonnen hatten. „Fahbad“ gehört zur Familie der Fieberglasflugzeuge mit dem Namen „Sanjahak“ und „Ababil“. Das letzte Drohnenmodell in dieser Serie hieß „Mohajar“. Die Hisbollah benutzte für den mehrere Minuten langen Überflug über Israel am vergangenen Sonntag das letzte iranische Modell („Mohajar 4“), das von der Hisbollah „Mirsad 1“ genannt wird. Diese Drohne ist noch höher entwickelt und für Radar unsichtbar. Die Drohne diesen Typs verfügt über drei Kameras, digitales Radar und einen elektronischen Sendeapparat. Die Drohne kann eine Flughöhe von 6.000 Fuß und eine Fluggeschwindigkeit von etwa 120 km/h erreichen. Ihr Motor erreicht 10 PS.
Die Hisbollah bekam im vergangenen Oktober acht Drohnen vom Typ „Mohajar“ in Zusammenhang mit der Lieferung von Raketen des Typs „Ra’ad“, die eine Reichweite von 70 km haben. (Das entspricht ungefähr der Entfernung zwischen der libanesischen Grenze und der israelischen Stadt Netanya). Diese Raketen basieren auf den russischen Raketen „Frog“. Außerdem erhielt die Hisbollah in der selben Zeit Flugabwehrraketen, die auf den russischen „Sam-7“ basieren.
Die in London erscheinende Zeitung „Al-Sharq al-Awsat“ teilte mit, dass einige Hochrangige der Hisbollah in Pilotenkursen in einer der Luftwaffenstützpunkte der „Revolutionären Garde“ in Isfahan ausgebildet wurden und dass während der letzten zwei Jahre 30 Piloten der Hisbollah Pilotenkurse an der Flugschule der „Revolutionären Garde“ erfolgreich abgeschlossen haben. Die Quelle gab weiter an, dass die Iraner im vergangenen Jahr mehrere Versuche zu unbemannten Hubschraubern mit dem Namen „A’asifa“ unternahmen. Nach diesen Angaben brachte die „Revolutionäre Garde“ Drohnen über dem Irak zum Einsatz, um irakischen und amerikanischen Truppen aus der Luft zu folgen. Die meisten dieser Aufklärungsdrohnen wurden nach den Angaben abgeschossen.

Dieser jüngste Fall im Norden Israels stellt einen weiteren Beweis für die iranische Durchhaltefähigkeit zur Unterstützung des Terrors gegen Israel und deren militärischen Fähigkeiten zu diesem Zwecke dar. Es ist zu beachten, dass der Iran seit den letzten 25 Jahren eine geheime militärische Anwesenheit im Libanon hat, die darauf abzielt, den Befehl des iranischen Führers (Chomeini) zur Vernichtung des Staates Israel auszuführen. Seit Anfang der letzten Intifada hat die „Iranische Revolutionsgarde“ – auf direkten Befehl der iranischen Führung in Teheran - Hunderte von Tonnen Munition und zusätzliche finanzielle Unterstützung an palästinensische Terrorgruppen wie auch für die Hisbollah geliefert, um eine regionale Eskalation zu verursachen, unter anderem durch direkte Ausführung von mörderischen Terroranschlägen gegen Israel.

Weiterführende Informationen: Die Hisbollah und ihre Unterstützung durch Syrien und den Iran:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=52642&MissionID=88


Mit freundlicher Unterstützung

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit


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