Palästinenser fälschen immer besser Pässe

Der israelische Inlandsgeheimdienst "Schabak" hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die Qualität gefälschter Pässe in den letzten Monaten enorm angestiegen sei. Vor allem Palästinenser hätten ihre Fälschungsmethoden verbessert.

Die gefälschten Pässe machten es nicht leicht, Palästinenser zu identifizieren, die illegal nach Israel gelangen wollten. In den meisten Fällen seien sie auf der Suche nach Arbeit. Einige wollten aber auch Terroranschläge unterstützen, heisst es in der "Schabak"-Mitteilung.

"Wir haben in jüngster Zeit zahlreiche gefälschte Dokumente gefunden", sagte General-Major Os Arad, Befehlshaber der Militärpolizei, gegenüber der "Jerusalem Post". "Die hohe Qualität der Fälschungen ist ein grosses Problem und macht die Lage für Orte, in denen Israelis und Palästinenser zusammenleben, sehr schwierig."

Im vergangenen Monat hatte die Sicherheitsbehörde einen Bericht veröffentlicht, der vor illegal eingewanderten Palästinensern warnte, die in Terroraktivitäten involviert sind. Palästinensische Fahrer hätten in der Vergangenheit mehrfach dabei geholfen, Selbstmordattentäter illegal nach Israel einzuschleusen. Im April 2006 waren bei einem solchen Anschlag in Tel Aviv neun Menschen ums Leben gekommen.

Im Rahmen einer Feierstunde blickte die Militärpolizei auf die ein Jahr lang intensiv durchgeführte Überwachung der Strassensperren und Übergänge zum Westjordanland zurück. Im Juni wurden 21 Palästinenser verhaftet, die versucht hatten, im Kofferraum eines Reisebusses illegal nach Jerusalem zu gelangen. Der Fahrer des Busses war ein israelischer Araber, der keinen Führerschein besass.

Jeder der Palästinenser hatte für die Fahrt von Hebron nach Jerusalem umgerechnet etwa 37 Euro bezahlt. Sieben der blinden Passagiere mussten zur Befragung im Nationalen Sicherheitsministerium bleiben. "Während des letzten Jahres haben wir Bewegungen in allen Gebieten des Westjordanlandes gesehen", sagte Arad. Seine Organisation habe bereits 200 illegale Eindringlinge verhaftet. 400 weitere werden vom Geheimdienst noch gesucht.

Quelle: jns und Agenturen
5.September 2009


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