Spionage und Drogenschmuggel an der Grenze
Das Vertrauen, das die Grenzpolizei dem Beamten Badi Bisan entgegengebracht hat, erwies sich als Fehler.
Gestern wurde eine Anklage gegen den Beamten der Grenzpolizei erhoben, die ihn einer Serie von Schmuggelaktivitäten beschuldigt. Er soll mit seinem Dienstfahrzeug Drogen und Waffen von Ägypten nach Israel geschmuggelt haben.
Die Abteilung für Interne Untersuchungen hat diese schwerwiegende Anklage gegen Bisan, einen Offizier der Einheit Ramon, erhoben. Salam Abu Rawis, ein Beduine aus dem Negev, wurde ebenfalls wegen Komplizenschaft mit Bisan angeklagt.
Die Vorwürfe gegen Bisan umfassen auch den Tatverdacht der Spionage innerhalb der Polizei: Er soll Details bezüglich anstehender Grenzoperationen, Orten von Patrouillengängen, Beobachtungsposten sowie neuester elektronischer Geräte, die Armee und Polizei zur Aufspürung von Schmugglern benutzen, weitergegeben haben.
Bisan machte von seiner persönlichen Polizeiausrüstung, wie z.B. dem Kommunikationssystem seines Jeeps, Gebrauch, um den Entwicklungsstand aktueller Verfolgungen von Verdächtigen an seine Komplizen zu übermitteln und diese somit auf Ausweichrouten zu leiten. Mehr noch: Er benutzte ein Armeefahrzeug, um Schmuggler und Ausrüstung sowie Ware von der Grenze in das israelische Staatsgebiet zu transportieren.
In Einzelfällen versuchte er gezielt die Aufmerksamkeit der Armee und der Polizei und Einheiten zur Auskundschaftung von Schmugglern an falsche Orte zu lenken. Die Anklageschrift erwähnt insbesondere den illegalen Schmuggel von großen Mengen an verschiedenen Drogen, hauptsächlich Haschisch.
Die Verteidigung der Tatverdächtigen streitet alle Anklagepunkte ab und erklärt, dass es sich um eine Verleumdung und leere Worthülsen handle.
Quelle: jns und Agenturen
12. April 2007
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