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Die Soldatinnen der Nahshol-Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) sind die erste rein weibliche Einheit der Welt, die Aufklärungsmissionen mit Kampffähigkeiten verbindet. Ihre Mitglieder sind im Negev im Einsatz, um Feindbewegungen und Terroraktivitäten an Israels Südgrenze zu verfolgen.

„Sehen, ohne gesehen zu werden“ – ist die Kampfdoktrin von Nahshol (‚grosse Welle’), und die Soldatinnen werden ihr durch ihre aussergewöhnlichen Tarnfähigkeiten in der bergigen Wüstenregion gerecht.

Fotos: Dan Bronfeld/IDF

„Unsere Kämpferinnen können in jedem Terrain agieren: auf Bergkuppen und Felsen, in Wüstenzonen, in offenen und bebauten Gebieten“, erzählt die scheidende Zugführerin Major Ortal Amar. „Die Konstruktionsexpertin des Teams nimmt Proben von Felsen, Sand und Pflanzen in dem jeweiligen Gebiet und legt auf dieser Grundlage Tarnnetze an. Die weiblichen Kämpfer sind auch darauf spezialisiert, ihre Körper, Waffen und Aufklärungsinstrumente zu tarnen, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen.“

Nahshol wurde vor vier Jahren als Pilotprojekt gegründet und ist aufgrund ihres Erfolgs heute ein fester Bestandteil der Operationen der Armee. Die Soldatinnen absolvieren nach der Grundausbildung der Bodentruppen einen viermonatigen Speziallehrgang über Topographie, Navigation, Überwachung, Kampfverhalten und Informationssammlung.

„Diese Erfahrung ist einzigartig auf der Welt“, sagt Leutnant Nasmian. „Tagelang mit weiblichen Kameraden in Hinterhalten zu liegen und die intimsten Momente mit ihnen zu erleben – jenseits der Befriedigung, den Staat zu schützen, schließen wir dabei Freundschaften fürs Leben.“

Quelle: jns und Yedioth Ahronot
18.Juli 2010

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