Die Statistiken sagen genug aus, um alle Eltern zu alarmieren. Laut einer Umfrage wird eines von fünf Kindern über das Internet von Pädophilen kontaktiert und erhält ungewollte sexuelle Angebote. In Internet-Chaträumen treiben sich Pädophile herum, nur um nach Kindern zu suchen, sich mit ihnen anzufreunden und sie zu treffen. Als wäre das noch nicht besorgniserregend genug, sagen weitere Zahlen, dass jede Woche mehr als 20.000 neue kinderpornographische Bilder ins Internet gestellt werden. Insgesamt können Kinder leicht auf pornographische Seiten gelangen, die im Übrigen immer gewalttätigere Bilder zeigen.
Wenn Sie nun verängstigt sind, so ist das die natürliche Reaktion – genauso wie der Instinkt, sich ständig bei seinem Kind aufhalten zu wollen, solange es im Internet surft. Doch nun hat eine neu gegründete israelische Firma einen innovativen biometrischen Sensor entwickelt, der Beruhigung verspricht.
Die Firma i-Mature aus Rishon LeZion entwickelte ein Sicherheitssystem basierend auf einer Altersgruppenerkennung (AGE). Das System kann das Alter von Kindern und Erwachsenen im Internet akkurat bestimmen und erlaubt Eltern somit, den Zugang ihrer Kinder zu gesperrten Websites zu kontrollieren. Gleichzeitig hindert es Pädophile daran, Zugang zu Chaträumen von Kindern und Teenagern zu erhalten.
Die Vorrichtung, die die Größe einer Maus hat, kann über USB an jeden Computer, jeden Laptop, jedes Handy, jeden PDA und an jeden öffentlichen PC angeschlossen werden. Sie nutzt Ultraschalltechnologie auf niedriger Frequenz, um den Finger des Nutzers zu scannen und dadurch die Altersgruppe zu bestimmen. Das einfache und harmlose Scannen des Knochens dauert nur zwei Sekunden und kann wiederholt durchgeführt werden. Die AGE weist den Nutzer einer bestimmten Altersgruppe zu und schickt die Information zu einer Website. Wenn das Alter des Nutzers definiert ist, kann dieser nur mit Kindern ähnlichen Alters, die ebenfalls die i-Mature-Vorrichtung verwenden, kommunizieren. Gewisse nicht beglaubigte Nutzer wie z. B. erwachsene Verwandte, Lehrer oder Personen ohne die i-Mature-Einrichtung können der Chat-Liste hinzugefügt werden.
„Während andere Technologien Kinder vor schlechten Inhalten schützen können, ist dies die einzige Technologie, die einen 30jährigen Pädophilen an der Kommunikation mit einem 13jährigen Jungen in einem Chatraum hindern kann“, sagt Matan Arazi, Mitbegründer und technischer Direktor der Firma.
i-Mature wurde im Jahr 2002 von Shmuel Levin, dem Generaldirektor der Firma, gegründet. Levin arbeitete an einer Technologie, die Behinderten helfen sollte, Roboter zu bedienen. Dabei stolperte er über die Tatsache, dass diese Technologie auch benutzt werden könnte, um das Alter eines Menschen zu bestimmen. „Von hier aus war es ein kurzer Weg bis zu der Idee, Kinder im Internet zu beschützen“, sagt Arazi gegenüber ISRAEL21c.
Im Übrigen identifiziert die AGE-Technologie nur das Alter jedoch nicht die Person und bietet somit 100% Privatsphäre. „Dies ist eine großartige Weise, die Stärke der Biometrik auf eine einfache, angemessene Art auszuüben, eine Art, die Eltern, Internetprovidern und allen Internet-Nutzern Vertrauen gibt“, sagt Howard Schmidt, der frühere Berater für Internet-Sicherheit im Weißen Haus.
i-Mature verhandelt inzwischen mit Providern in den USA und in Israel. Auch Europa zeigt Interesse an der Vorrichtung. Noch in diesem Jahr soll die AGE-Technologie breit gefächert erhältlich sein. Die Firma erforscht weitere Anwendungsgebiete dieser Technologie, wozu z. B. DVDs, Kabel- und Satellitenfernsehen und Internetspiele gehören. „Wir untersuchen jeden Markt, der die Notwendigkeit bietet, den Inhalt im Hinblick auf das Alter zu kontrollieren“, sagt Arazi und fügt hinzu: „Der Preis, den wir für den Schutz unserer Kinder zahlen, ist niemals zu hoch.“
Vollständige englische Version:
» http://www.israel21c.org
Quelle: ISRAEL21c, jns
13. April 2007
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