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Vor vierzig Jahren war Jerusalem eine geteilte Stadt mit vielen benachteiligten Gemeinschaften, neuen Immigranten, die unter schwierigen Bedingungen lebten, und fast ohne Kultur. Als Teddy Kollek die» Jerusalem Foundationzu diesem Zeitpunkt gründete, tat er dies deshalb, weil er wusste, dass er für die Entwicklung und Modernisierung der Stadt Hilfe von Freunden aus aller Welt benötigt. Als die Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg praktisch über Nacht wieder vereinigt wurde, war es die Aufgabe der Jerusalem Foundation, Kolleks Vision in die Tat umzusetzen, damit die Stadt ihren rechtmäßigen Platz in Israel und in der Welt einnehmen konnte.

Seitdem haben Kollek und seine Partner unermüdlich gearbeitet, um Jerusalem in eine Stadt zu verwandeln, die ein kulturelles Epizentrum ist und in der alle Menschen in Koexistenz und Frieden leben können. Eine der Hauptaufgaben war das Zusammenbringen der unterschiedlichen Gemeinschaften, die in der Stadt leben: Juden, Christen und Muslime. Während die Jerusalem Foundation realisierte, dass es mehrere Generationen dauern würde, bis solch eine schwierige Aufgabe vollendet werden konnte, glaubte sie auch daran, dass durch die Schaffung kultureller Meilensteine und moderner Einrichtungen solch ein Ziel nicht unerreichbar sei.

Treffpunkte

„Während des 40jährigen Wirkens für Jerusalem strebte die Jerusalem Foundation immer danach, Treffpunkte zu schaffen, an denen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Stadt zusammenkommen konnten“, sagt Ruth Cheshin, die Präsidentin der Jerusalem Foundation. „Ein Auswärtiger, der den Jerusalemer Zoo besucht, kann dort Zeuge von Treffen orthodoxer Juden mit säkularen Juden und Arabern werden und er wird niemals vermuten, dass diese Gruppen so unterschiedlich sind. Wir haben ein Hilfszentrum für die palästinensischen Bürger Jerusalems gebaut. Und heute kommen dort auch israelische Bürger hin und schaffen somit einen Treffpunkt für Juden und Araber. Ein weiteres Beispiel ist die bilinguale Schule Max Rayne, in der Juden und Araber gemeinsam lernen. All diese Orte geben Zeugnis für die Bemühungen, die wir unternommen haben, um die Koexistenz und den Pluralismus in der Stadt aufrecht zu erhalten“, fügt Cheshin an.

Kulturelle Grundlagen

Mit der großzügigen Unterstützung von Freunden rund um die Welt hat die Jerusalem Foundation mehr getan als nur die Koexistenz in der Stadt zu stärken. Ein vorrangiges Ziel war, die kulturelle und kommunale Infrastruktur der Stadt aufzubauen und zu entwickeln, um Jerusalem auf internationales Niveau in Sachen Weltgewandtheit, Kultur und Modernität zu heben. Die Jerusalem Foundation hat wichtige kulturelle Grundlagen in der Stadt geschaffen. Diese haben auf Bewohner und Besucher gleichermaßen einen Einfluss.
„Unsere Projekte sind überall“, sagt Cheshin und fährt fort: „Beispiele sind Mishkanot Shaananim, das inzwischen ein wichtiges kulturelles Zentrum ist; das Tower of David Museum, das zu einem Symbol für Jerusalemer Kultur geworden ist; oder die offenen Gärten rund um die Westmauer, die die Bebauung dieses Gebietes verhindern. Es gibt auch das Wissenschaftsmuseum, das Khan-Theater und viele andere Projekte, die alle dazu gedacht sind, die Stadt mit kulturellem Leben zu füllen.“

Die Zeit nach Kollek

Dan Meridor - ein früheres Mitglied der Knesset und u. a. als Finanzminister und Justizminister diente - wurde nach seinem Rückzug aus dem politischen Leben das Amt des Vorsitzenden der Jerusalem Foundation angeboten. Er nahm es gerne an.

„Ich habe Zeit meines Lebens in Jerusalem gelebt“, sagt Meridor. „Ich liebe diese Stadt und ich sehe eine große Verantwortung darin, sie zu bewahren und zu entwickeln.“ Meridor betont, dass Jerusalem eine Stadt ist, die nicht nur das Wohl ihrer Bürger auf ihren Schultern trägt sondern auch das Gewicht ihrer bedeutenden Pflicht als Hauptstadt Israels. „Als solche muss Jerusalem attraktiv, modern, aufgeklärt und pluralistisch sein - ein Vorbild für alle Israelis und für alle Juden in der Welt“, meint Meridor.

Die nächsten vierzig Jahre

Nach vierzig Jahren erfolgreicher Unternehmungen plant die Jerusalem Foundation bereits für die nächsten vierzig produktiven Jahre, wobei sie im Auge behält, dass die Arbeit noch lange nicht vollendet ist und dass die Bedürfnisse in einer Welt, die sich ständig ändert, entsprechend angepasst werden müssen.
„Jerusalem ist eine der wichtigsten Städte der Welt“, sagt Ruth Cheshin. „Jeder - außer vielleicht den Israelis selbst- sehnt sich nach dieser Stadt und schätzt sie. Unser Hauptziel ist es, Jerusalem zu einer Hauptstadt Israels zu machen, auf die jeder Israeli und jeder Jude stolz sein kann. Eine Hauptstadt Israels, die ihres Status würdig ist.“

Quelle: jns, Haaretz
11. April 2007

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