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Israelisches System verwandelt es sofort um

Sulis ist der Name einer Göttin, die man mit heilendem Wasser in Verbindung bringt. Deshalb ist dies wohl auch der geeignete Name für ein innovatives israelisches Gerät, das augenblicklich kontaminiertes Wasser reinigen kann.

Das persönliche Reinigungssystem (PRS) Sulis besitzt alle Zutaten, die man benötigt, um schmutziges Wasser in sauberes zu verwandeln –ob es nun für verirrte Wanderer, Soldaten im Einsatz oder Opfer von Katastrophen ist - und es hat die für die Umwandlung benötigte Technologie so sehr verkleinert, dass sie in die Spitze eines Korkens passt, der für fast alle Flaschen-, Container- oder Wasserleitungsgrößen geeignet ist.

„Zuallererst rettet das von uns entwickelte Produkt Leben“, erklärte Yossi Sandak, Geschäftsführer von Watersheer – der israelischen Firma, die PRS Sulis entwickelt hat. „Mehr als 1,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich in den Entwicklungsländern weil sie unbehandeltes Wasser trinken. Wir haben hier eine Lösung zur Reduzierung von Todesfällen, die keine medizinische Lösung ist, sondern die einfach Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt.“

Ron Shani, Sandaks Partner und Gründer, Vorsitzender und Vizepräsident der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Watersheer, hat das Gebiet der Wassertechnologie bei seinem Vater kennen gelernt. Shani selbst beschäftigte sich mit der Kombination von Wassertechnologie und Überleben. Eineinhalb Jahre verbrachte er mit der Entwicklung des Prototyps von PRS Sulis. „Der Gedanke war, eine sehr einfache Vorrichtung zu schaffen“, sagte er. „Es gibt viele Hersteller auf dem Überlebensmarkt. Sie bieten jedoch komplizierte und teure Lösungen. Diese Lösungen helfen. Doch man muss sich dabei an eine Menge von Richtlinien halten. Mit Sulis geht es einfach und schnell und man benötigt keine zusätzliche Energiequelle. Für jemanden, der sich in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, ist das wichtig.“
Eine zusätzliche Verbesserung ist die Tatsache, dass das Wasser durch Sulis keinen schlechten Geschmack hat –wie dies bei anderen Reinigungssystemen der Fall ist-, sondern es schmeckt ausgesprochen gut. Dadurch trinkt man mehr, was in Überlebenssituationen ebenfalls wichtig ist.

Gemeinsam mit fünf Mitarbeitern haben Shani und Sandak den Sulis-Prototyp entwickelt und an unterschiedlichen Personen – z. B. Soldaten, Bergsteigern und Wanderern - getestet. Die einhellige Antwort aller Testpersonen war große Begeisterung.

„Es ist wirklich eine universelle Lösung für das Militär, für humanitäre Hilfe und für Außenaktivitäten“, sagte Sandak. „Wir haben jetzt eine Alpha-Version und wollen im Juni mit der Massenproduktion von Sulis beginnen.“
Das Sulis-System wird nicht mehr kosten als „ein großer Kaffee und ein Stück Kuchen bei Starbucks“, wie Shani und Sandak sagen. Betrachtet man die Tatsache, dass ein Sulis-Korken 1.000 Liter Wasser reinigen kann bevor er erneuert werden muss, ist das wirklich ein Gewinn.

Ein Nebeneffekt der Sulis-Entwicklung ist das Sokol-System. „Sokol ist ein Süßwasserreinigungssystem für Notfälle. Es kann Wasser in wesentlich größeren Mengen reinigen“, erklärte Shani. „Wenn das Wasser – wie z. B. bei der New-Orleans-Überschwemmung - kontaminiert ist, kann es in einen Sokol-Tank gefüllt werden. Dort durchläuft es den Sulis-Prozess und innerhalb einer halben Stunde bekommt man 100 Liter frisches Trinkwasser.“ Das Sokol-System gibt einer großen Bevölkerungsanzahl das, was das Sulis-System dem Einzelnen gibt.

„Wir sind der Meinung, dass Watersheer ein Produkt für die nächste Generation entwickelt hat“, sagte Sandak. „Es ist wirklich eine universelle Lösung für das Problem von kontaminiertem Trinkwasser.“

Nachrichten zum Internationalen Tag des Wassers

Der Weltwassertag ist eine Initiative, die 1992 aus der UN Konferenz Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro erwachsen ist und jedes Jahr im März seit 1993 stattfindet. Das diesjährige Thema lautet „Der Umgang mit Wasserknappheit“ und rund um die Welt werden Länder Veranstaltungen und Konferenzen dazu abhalten.
AqWise trifft Vereinbarung mit Siemens

Das Wassertechnologie-Startup AqWise hat eine Vereinbarung mit der deutschen Firma Siemens angekündigt. Die israelische Firma versorgt Siemens mit ihrer Technologie zur Wasserreinigung zur Wasseraufbereitung in Papierfabriken in Italien. Siemens begann die Kooperation mit israelischen Firmen als Teil seiner Bemühungen, in diesem Bereich eine Hauptrolle zu übernehmen.

Israel scheint seinen Export von Wasserprodukten zu verdoppeln

Israel hat 2006 Wasserprodukte und auf Wasser basierende Erzeugnisse im Wert von ungefähr 1 Milliarde US$ exportiert und das Ministerium für Industrie, Handel und Arbeit teilte am Sonntag mit, dass es das Ziel gesetzt habe, diese Menge bis 2010 zu verdoppeln.

Eine Untersuchung, die vom Ministerium in Auftrag gegeben wurde, besagt, dass der Weltmarkt für Wassertechnologie in jedem der vergangenen fünf Jahre um 10% gewachsen ist und erwartet wird, 600 Milliarden US$ im Jahr 2008 zu betragen.

In den letzten Monaten hatte Israel Experten und Leiter aus der Wasserindustrie aus China, Spanien und Singapur zu Gast, die daran interessiert waren, mehr über die Wassertechnologie Israels zu erfahren.

Israel unterschreibt ein Wasserabkommen mit Australien

Infrastrukturminister Binyamin Ben-Eliezer unterschrieb gemeinsam mit Malcolm Turnbull, Australiens Umweltminister, ein Abkommen, mit welchem Israel sein großes und einzigartiges Wissen im Bereich des Wassermanagements teilen wird und im Gegenzug von Australien finanzielle Rücksicherung für Zukunftsprojekte erhält, die auf Wassertechnologie basieren.

Ben-Eliezer ist diese Woche als Delegationsleiter von Geschäftsleuten und Leitern des Wasser- und Infrastruktur-Sektors in Australien und hofft, den Handel zwischen den beiden Ländern auszubauen. Im Jahr 2006 haben 22 israelische Firmen Geschäftszweige in Australien eröffnet und damit die Gesamtzahl von Firmen, die dort operieren, auf 1300 erhöht, wobei der Handel auf 362 Millionen US$ wuchs, für den dieses Jahr ein Wachstum von 6% auf 383 Millionen US$ erwartet wird.

WATEC Israel 2007: Israel mit führend bei der Entwicklung neuer Wassertechnologien

Israels Internationale Messe mit Fokus auf Wassertechnologien und Umweltaufsicht, WATEC Israel 2007, hat einen Bericht am Montag veröffentlicht, der Israel als weltweit mit führend hervorhebt, neue Wassertechnologien zu entwickeln und Zahlen veröffentlichte, die eine Zukunft aufzeigen, in der extreme Wasserknappheit herrschen wird, sofern nicht mehr unternommen wird, um die jährlichen Verschwendungen von Wassermassen aufzuhalten.

Der Präsident von WATEC Israel 2007 Baruch Oren sagte, dass 2 Milliarden Menschen weltweit unter Wassermangel leiden oder nur mit Wasser versorgt ist, das nicht als Trinkwasser geeignet ist. Dies wird sich noch wegen des Bevölkerungszuwachses und der Umverteilung der Wasserressourcen in den Regionen verschlimmern. Er fügte hinzu: „Israel ist bereit, eine der Hauptrollen zu übernehmen, der Welt innovative Wasser- und Umweltlösungen zur Verfügung zu stellen.“
Weitere Informationen zur Regionalen Zusammenarbeit rund um das Thema Wasser sowie über Wasserknappheit im Nahen Osten und die internationalen und rechtlichen Grundlagen bei der gemeinsamen Nutzung von Wasser können Sie unter diesem Link lesen: » http://berlin.mfa.gov.il/

Quelle: jns, israel21c und Agenturen
22.März 2007

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