Revolutionäre Projekte
Drei Flugobjekte, die von der israelischen Luft- und Raumfahrtindustrie (IAI) entwickelt werden, haben das Potenzial, die zivile und militärische Luftfahrt im nächsten Jahrzehnt zu revolutionieren. Diese Flugobjekte sind: ein unbemanntes Frachtflugzeug, das eine Nutzlast von bis zu 30 Tonnen transportieren kann; eine mit Solarenergie betriebene Drohne, die fähig ist, über lange Strecken Beobachtungen vorzunehmen; und ein umweltfreundliches Intercity-Flugzeug, das von innovativen Brennstoffzellen angetrieben wird.
Alle drei Objekte gehen zurück auf Arnold Nathan, dem Forschungs- und Entwicklungsleiter der IAI-Ingenieurabteilung, und von Shlomo Tsach, dem Leiter der IAI-Abteilung für Flugwissenschaften. Die Flugobjekte werden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und einer Reihe von weltweiten Luftfahrtfirmen entwickelt.
Die Technologie, unbemannte Passagierflugzeuge zu bauen, existiert bereits, doch „die Welt ist noch nicht so weit, in einem Flugzeug zu fliegen, an dessen Steuerknüppel kein Pilot sitzt“, sagt Tsach und fügt an: „Bevor Menschen bereit sind, in unbemannten Flugzeugen zu fliegen, muss ein psychologisches Hindernis überwunden werden.“
Gemäß einer Umfrage, die kürzlich von Boeing Co. durchgeführt wurde, sind 70% der Befragten nicht bereit, in einem Flugzeug ohne Pilot zu fliegen, jedoch würden sie ihr Gepäck in einem unbemannten Flugobjekt transportieren lassen. „Die heutigen Passagierflugzeuge fliegen trotz eines Piloten im Cockpit automatisch“, sagt Tsach. „Wenn erst das neue unbemannte Transportflugzeug in der Luft sein wird, ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch unbemannte Passagierflugzeuge geben wird.“
Nathan leitet ein IAI-Team, das in Zusammenarbeit mit der EU an verschiedenen Projekten arbeitet. Gegenwärtig steht er 85 Projekten vor. Und kürzlich wurde IAI als Hauptpartner für ein Projekt akzeptiert, das zum Ziel hat, umweltfreundliche Teile für die Luftfahrt zu bauen. „Unsere Aufgabe ist es, die zukünftige Technologie und das was wir brauchen und was wir dafür investieren müssen, vorauszusehen“, sagt Nathan und fügt an, dass die Partnerschaft mit der EU für die IAI notwendig sei, denn: „Wenn man Erfolg haben möchte, kann man nicht alleine arbeiten.“
Das umweltfreundliche Intercity-Flugzeug, das von Brennstoffzellen angetrieben wird, ist ein weiteres interessantes Projekt. Der erste Testflug wird in eineinhalb Jahren stattfinden. Die Brennstoffzellen des mit zehn Plätzen versehenen Flugzeuges werden Lärm und Umweltschäden reduzieren. IAI ist an der innovativen Nutzung von Brennstoffzellen interessiert. Sie sind eine alternative Energiequelle, die eines Tages auch für die militärische Luftfahrt angewandt werden könnte.
Das dritte Flugobjekt mit revolutionärem Potential, das von der IAI entwickelt wird, ist der Sonnensegler – eine mit Solarenergie betriebene Drohne, die vier Kilogramm wiegt und fähig ist, eine kleine Digitalkamera für militärische Beobachtungsmissionen zu tragen. Die Drohne wurde in Zusammenarbeit mit Studenten vom israelischen Institut für Technologie (Technion) entwickelt. „Der Sonnensegler wird unbegrenzt fliegen können, da seine Energiequelle die Sonne ist“, sagt Tsach.
Die vollständige englische Version des gekürzten deutschen Textes unter:
» http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1171894562509&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Quelle: Jerusalem Post
5. März 2007
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