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Der Chef-Ingenieur der World-Trade-Zwillingstürme von New York, die bei den Attentaten des 11. September 2001 zerstört wurden, will in Israel Solar-Häuser bauen - Der amerikanische Architekt wanderte vor vier Jahren nach Israel aus.

Hy Brown war Professor an der Universität von Colorado und Vizepräsident des Ingenieurbüros "Tishman Realty and Construction", das mehrere Wolkenkratzer in den USA konstruiert hat. Brown ist unter anderem mitverantwortlich für das Design und den Bau der Zwillingstürme von New York. Der 65-Jährige konstruierte auch "Disney World" in Florida.

Der jüdische Ingenieur zog 2003 nach Israel. Nun hat er eine israelische Firma gegründet, die Häuser mit Solar-Kollektoren in der Negev-Wüste bauen will. Das Projekt mit den "REAL"-Häusern ("Renewed Energy for Affordable Living") soll im kommenden Monat starten. Brown ist Dozent an der Hochschule für Judäa und Samaria in Ariel und lebt in Jerusalem.

In einem Interview mit der Tageszeitung "Jerusalem Post" sagte er, die Idee, diese Häuser in Israel zu bauen, sei ihm bei der Evakuierung des Gazastreifens im Sommer 2005 gekommen. Die Regierung habe zu wenig für die Umsiedlung der jüdischen Bewohner getan, so Brown. Da er vermutet, dass demnächst auch Juden aus dem Westjordanland wegziehen und dann erneut 100.000 Menschen nach neuen Unterkünften suchen müssen, erschien ihm hier der passende Markt für seine Haus-Konstruktion.

Ein solches Haus hat eine Fläche von 70 Quadratmetern, kann aber bei größeren Familien auch erweitert werden. Die Idee dazu hatten seine Studenten an der Universität von Colorado. Sie gewannen mit dem Projekt zwei Mal einen von der Regierung ausgelobten Preis, bei dem die Teilnehmer ein Haus bauen sollten, dessen Energie ausschließlich von der Sonne kommt.

Die Häuser können komplett wie andere moderne Häuser mit elektrischen Geräten wie Wasch- und Spülmaschine, Klimaanlage, Heizung und Herdplatten ausgestattet werden. Ein Exemplar soll 50.000 Dollar kosten und in nur zwei Wochen aufgebaut werden können. Damit die Kollektoren genug Strom liefern, reichten bereits vier sonnige Tage im Monat, so Brown. Im Anbetracht des sonnigen Wetters im Negev könne ein solches Haus dort überall aufgebaut werden.

Quelle: inn
11. September 2007

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