StartseiteShalom<-- IL - CH -->CommunityReisenMedia - liveShoppingSprachkursJNS - News

<-- IL - CH -->:

Israel - heute

Nahost

Genesis

Land und Volk

Jerusalem - live

Diaspora

Aliyah Beratung

Terror gegen Israel

Militär - Israel

Jüdische Feste

Bilder - Galerie

Israel-Nahost Archiv

Diaspora:

Bilaterale Beziehungen

Diaspora Schweiz

Kulturplatz

Allgemein:

Startseite

Vorfall melden

Autoren gesucht

Über uns

Sitemap

Ihre Meinung

e-Postcard

Disclaimer

Impressum

Danke

[ uns helfen ]

Ihre Werbung

Die Vorträge "Glaubensfreiheit oder islamische Herrschaft" sorgen bei Muslimen für rote Köpfe. Sie haben Anzeige wegen Rassendiskriminierung eingereicht.

Am Montag startete in Wichtrach die Vortragsreihe "Glaubensfreiheit oder islamische Herrschaft – wie bedroht sind Juden und Christen?" Nach der ersten von schweizweit 12 geplanten Veranstaltungen hat die Berner Gemeinschaft der Muslime den Autor und Redner Avi Lipkin wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm angezeigt. Dies bestätigte das Berner Untersuchungsrichteramt gestern auf Anfrage. Gemäss der Berner Gemeinschaft der Muslime waren die Inhalte des Vortrags volksverhetzend und rassendiskriminierend. "Lipkins Aussagen waren für uns erschreckend2, sagt Qaasim Illi von der Berner Gemeinschaft der Muslime. Er gehe davon aus, dass noch mehr Leute Anzeige erstatten werden. Die muslimischen Besucher des Vortrags waren sehr gut organisiert und hatten sogar ein Transkript der Rede angefertigt. Diesem ist zu entnehmen, dass der Redner den Islam als Psychose bezeichnet und Allah mit dem Teufel gleichgesetzt hat. Damit sei die freie Meinungsäusserung überschritten, sagt Illi. "Wir werden prüfen, ob es möglich ist, die Veranstaltungsreihe mit einer einstweiligen Verfügung zu stoppen." Unterstützung erhält er dabei von Nationalrat Daniel Vischer (grüne, ZH), Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina: "Es geht nicht darum, eine Meinung zu verbieten. Aber wenn sich ein Redner so über das Judentum äussern würde, würden seine Reden sofort verboten."

Organisiert werden die Veranstaltungen von der Vereinigung "Pro Israel". Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte der Leiter der Vereinigung Pro Israel, Alt-EDU-Nationalrat Werner Scherrer, er stelle sich hinter die Stossrichtung des Vortrages. Auch die EDU, dezidierte Befürworterin der Anti-Minarett-Initiative, bewirbt die Vortragsreihe. Parteipräsident Hans Moser dementiert, dass die Vorträge Teil der Kampagne für die Minarett-Initiative seien: "Der Redner bezieht sich auf Minarette, mit der Initiative hat das nichts zu tun." Den Aufruhr kann er nicht verstehen. "Avi Lipkin hat hier schon viele Vorträge gehalten." In der Tat tourte Lipkin bereits diesen Juni durch die Schweiz. Nach Angaben in seiner Biografie reist der in den USA geborene und in Israel lebende Jude seit Mitte der 90er-Jahre mit Vorträgen zu einer möglichen Bedrohung durch den Islam um die Welt. Unter dem Pseudonym Victor Mordecai hat er zum Thema auch Bücher verfasst. Aus Sicht von Moser ist die Strafanzeige gegen Lipkin ein "Nebenschlachtfeld" der Abstimmungskampagne: "Jetzt zeigt die islamische Seite, wie schnell sie bereit ist, etwas aufzubauschen." Konfrontiert mit der Aussage, dass Lipkin im Vortrag ein Verbot des Islam gefordert habe, sagt er: "Das ist ein Teil der Meinungsäusserungsfreiheit." Der Autor selber weiss, dass sein Vortrag Aufruhr ausgelöst hat. Am Inhalt wird Avi Lipkin aber nichts ändern: "Ich werde versuchen, die Unterschiede zwischen Koran und Bibel noch mehr zu herauszuarbeiten."

Bedenklich ist aller halben, dass der Nationalrat Vischer niemals ein Hehl aus seiner antijüdischen Einstellung macht und gemacht hat. Wenn nicht bekannt wär, dass dieser Herr Vischer offiziell einer alternativen Partei (grüne, ZH) angehört, lege der Verdacht eher nahe, ihn im neofaschistischem PNOS-Lager beheimatet zu sehen. An dieser Stelle sei auf seine Äusserungen verwiesen, die diese Person am 15.Mai 2008 anlässlich einer Pressekonferenz in Jerusalem (Ost) gab. Damals wurde er unteranderem von der Schweizerische Depeschenagentur AG (SDA), APA, AP und der iranischen Nachrichtenagentur Irna mit folgenden Worten zitiert: "Die Intifada sei 'legal und legitim'." Das Terror-Attentat vom Morgen des 22.Mai ist, nach den zitierten Äusserungen der schweizer Nationalrates Herrn Vischer, "legal und legitim". Trotz dieser öffentlichen Verlautbarungen des Herr Vischer sind bis dato die schweizerischer Behörden niemals wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm gegen diesen Nationalrat eingetreten. » Mehr hierzu....

jns, 15.Oktober 2009

zum Seitenanfang

Weitere Berichte:

zum Seitenanfang