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Das FBI hat Anschläge in New York vereitelt: Eine Terrorzelle mit vier Verdächtigen wollte eine Synagoge, ein jüdisches Gemeindezentrum und einen Militärflughafen angreifen. Politiker in den USA sind bestürzt über die Pläne - und warnen vor der Bedrohung durch einheimische Extremisten.

Die Autos waren bereits präpariert, mit Plastiksprengstoff wollten die vier Terrorverdächtigen die Fahrzeuge vor einer New Yorker Synagoge und einem jüdischen Gemeindezentrum hochgehen lassen. Die Anschläge sollten die US-Metropole am Mittwochabend erschüttern.

Was die vier Männer nicht ahnten - bei dem vermeintlichen Sprengstoff handelte es sich um unschädlich gemachtes Material. Ihr Kontaktmann war ein Informant der Ermittlungsbehörden. Am Mittwoch griff die US-Bundespolizei FBI zu und nahm die vier Verdächtigen fest. Sie wurden der Verschwörung zu einem Anschlag mit Massenvernichtungswaffen angeklagt.

Die Beschuldigten planten zudem den Kauf von Boden-Luft-Raketen des Typs Stinger. Damit wollten sie nach Angaben von Staatsanwalt Lev Dassin Flugzeuge der Air National Guard abschiessen, die auf dem Stützpunkt Stewart stationiert sind - etwa 110 Kilometer nördlich von New York.

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Im Juni vergangenen Jahres traf der Informant den Angaben zufolge einen der beschuldigten Männer, James Cromitie, in Newburgh. Dabei sagte Cromitie, dass seine Eltern in Afghanistan gelebt hätten und dass er wegen des Vorgehens der USA in diesem Land sowie in Pakistan sehr aufgebracht sei. Er wolle "Amerika etwas antun". Der Anklageschrift zufolge sagte Cromite, dass das "beste Ziel" für Terroristen - das World Trade Center - bereits getroffen sei. Den Angaben zufolge handelt es sich bei den weiteren Verdächtigen um David Williams, Onta Williams und Laguerre Payen. Mindestens drei von ihnen sind der "New York Times" zufolge US-Bürger. In ersten Berichten hatte es geheissen, alle vier seien Muslime, zuletzt hiess es, dass es darüber keine genauen Erkenntnisse gebe.

Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag zitierte der Polizist Raymond Kelly einen der Verdächtigen, wonach sie von einem "Dschihad" gesprochen hätten. Ihr Ziel sei es gewesen, Juden zu töten.

Im Oktober 2008 traf der Informant des FBI mit den Beschuldigten in einem Haus in Newburgh zusammen, das mit versteckten Anlagen zur Video- und Audioüberwachung präpariert war, wie aus der Klageschrift weiter hervorgeht.

Im April 2009 sollen die vier Männer dann ihre Ziele bestimmt haben. Danach beobachteten sie auch den Stützpunkt der Air National Guard. Bei den Anschlagszielen in New York handelte es sich um die Riverdale Synagoge im Stadtteil Bronx und um das nahegelegene jüdische Gemeindezentrum.

New Yorks Bürgermeister Michael R. Bloomberg reagierte bestürzt auf den Terrorplan. Der Versuch eines "Angriffs auf unsere Freiheit" zeige, dass die USA weiterhin wachsam sein müssten, um Anschläge zu verhindern.

"Dies war eine lange, sorgfältig geplante Ermittlung, und sie zeigt, wie real die Bedrohung durch Terroristen aus dem eigenen Land ist", sagte der republikanische Abgeordnete Peter King, der als Mitglied des Ausschusses für Heimatschutzes im Repräsentantenhaus nach den Festnahmen von den Ermittlungen unterrichtet wurde. Senator Charles Schumer sagte, es sei eine gute Nachricht, dass es gelungen sei, die Gruppe schon in einem frühen Planungsstadium zu infiltrieren.

Auch Jonathan I. Rosenblatt, Rabbi des Riverdale-Gemeindezentrums, zeigte sich entsetzt: Er sei schockiert, dass Dinge "in die ruhige Welt unserer Synagoge" gelangt seien, die Thema der Abendnachrichten seien.

Die Angeklagten sollten am Donnerstag einem Richter in White Plains vorgeführt werden, einer Vorstadt von New York. Bei einer Verurteilung erwartet die Männer lebenslange Haft.

Quelle: jns und Agneturen
24.Mai 2009

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