Die Verhaftung eines israelischen Arabers wirft Licht auf Hisbollah-Aktivitäten in Deutschland.
Khaled Kashousk aus Kalansua, geboren 1979, studiert seit einigen Jahren in Göttingen Medizin. Er wurde am 16. Juli bei seiner Ankunft in Israel am Ben Gurion-Flughafen in einer gemeinsamen Aktion der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) und der Einheit für internationale Kriminalität der israelischen Polizei verhaftet. Im anschließenden Verhör deckte er seine Kontakte zu der libanesischen Terrororganisation auf.
Kashkush wurde bereits 2002 von einem Verwandten mit dem libanesischen Arzt Hisham Hassan bekannt gemacht, der in Göttingen die deutsche Zweigstelle des Waisenkinderprojekts Libanon (Bild) leitet, die der Hisbollah gehört und Spenden für das Libanesische Märtyrer-Institut sammelt. Dieses unterstützt die Hisbollah in ihrer zivilen Infrastruktur im Libanon und die Familien von Selbstmordattentätern.
Hisbollah-Standort in Göttingen
Kashkush wurde unter anderem zur Sammlung von Informationen und zur Rekrutierung von israelischen Arabern für die Hisbollah angeheuert. Für seine Aktivitäten erhielt er 13 000 Euro.
Der Fall ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Hisbollah israelische Araber als attraktive Zielgruppe betrachtet. Aufgrund ihrer israelischen Staatsbürgerschaft unterliegen sie keinerlei Reisebeschränkungen und können innerhalb von Israel Informationen über mögliche Anschlagsziele sammeln. Gerade israelisch-arabischen Studenten in Europa kann sich die Hisbollah recht leicht nähern, da sie dort offiziell noch nicht als Terrororganisation und damit illegal gilt.
Ausführlichere Informationen zu dem Fall Kashkush und den Hisbollah-Aktivitäten in Deutschland gibt es unter dem folgenden Link: » http://www.mfa.gov.il/MFA/Terrorism-+Obstacle+to+Peace/Terrorism+from+Lebanon-+Hizbullah/
Quelle: Aussenministerium des Staates Israel
6. August 2008
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