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Foto: Reuters

Nach dem jüngsten Anschlag verstärkt die Jerusalemer Polizei die Kontrolle von Arabern aus dem Osten der Stadt. Am Dienstag hatte ein Palästinenser mit einem Radlader etwa 20 Menschen verletzt, einen von ihnen schwer. Der Angreifer, der an einer Baustelle losgefahren war, wurde von einem Zivilisten und einem Grenzpolizisten erschossen.

Infolge des Attentats ordnete der Jerusalemer Polizeichef Aharon Franco an, dass Bauarbeiter aus Ostjerusalem genauer untersucht werden müssten. Zudem solle es mehr Patrouillen an Baustellen geben. Die Polizisten werden auch angehalten, Zusammenstösse zwischen rechtsextremen Israelis und Arabern zu verhindern. Ferner soll der Kontakt zu den Baustellenleitern verstärkt werden, damit sie die Sicherheitskräfte über ungewöhnliche Vorfälle und Arbeiter mit einer kriminellen Vergangenheit informieren können.

Mehr Einsätze in Ostjerusalem

Der 22-jährige Attentäter stammte aus der Ostjerusalemer Ortschaft Umm Tuba. Dort und in den benachbarten Dörfern will die Polizei die Zahl ihrer Einsätze erhöhen. Unterstützung soll sie durch die Grenzpolizei erhalten, wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet.

Unterdessen trat beim Zustand des Israelis, der bei dem Attentat schwer verwundet worden war, eine Besserung ein. Er soll am heutigen Mittwoch von der Intensivstation in die Abteilung für Innere Medizin verlegt werden.

Klage: Attentäter verstiess gegen Bauvorschriften

Der Attentäter indes war den Behörden bereits vor seinem Anschlag aufgefallen. Vor einigen Monaten wurden an seinem Wohnhaus Verstösse gegen die Bauvorschriften festgestellt. Die Stadt Jerusalem erhob Klage, doch die Verhandlung über eine mögliche Zerstörung des Gebäudes wurde auf Antrag der Familie auf den September verschoben. Nach dem Anschlag forderte die Stadt das Gericht auf, den Besprechungstermin vorzuziehen.

2008: Mehr Terroristen in Ostjerusalem festegsetzt

Nach Angaben der israelischen Sicherheitskräfte hat sich die Zahl der Festnahmen von Terrorverdächtigen in Ostjerusalem deutlich erhöht. Wurden von 2001 bis 2007 etwa 270 Araber in Gewahrsam genommen, waren es im ersten Halbjahr 2008 bereits 71. "Es gibt eine aufsteigende Tendenz bei allem, was mit volkstümlichen Anschlägen zu tun hat, wie dem Schleudern von Mörsergranaten, dem Steine Werfen und Angriffen mit Stichwaffen", sagten Vertreter des Inlandsgeheimdienstes Schin Beit laut der Zeitung "Jediot Aharonot".
Quelle: jns und Agenturen
23.Juli 2008

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