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Widerstand gegen Raketen-Abschuss wächst

In der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen wächst der Widerstand gegen den Abschuss von Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet. Immer mehr Palästinenser wehren sich gegen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas, wenn diese in der Nähe von Wohnhäusern Raketen abfeuern wollen.

Wie die religiöse Zeitung "Hazofe" unter Berufung auf Quellen im Gazastreifen berichtet, ist es in den vergangenen Tagen wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Zivilisten und Hamas-Mitgliedern gekommen. Die Bewohner des Gazastreifens befürchten, dass die israelische Armee ihre Häuser zerstört, wenn von dort aus Kassam-Raketen nach Israel abgeschossen werden.

In palästinensischen Berichten, die dem israelischen Sicherheitsapparat vorliegen, wird beispielsweise ein Vorfall aus dem Flüchtlingslager Dschebalja nahe Gaza-Stadt dokumentiert. Vor einigen Tagen hatten Bewohner der Ortschaft Aktivisten der Hamas angegriffen, um sie am Abschuss von Raketen zu hindern.

Bereits am 5. Juli kam es in Gaza-Stadt zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen einer palästinensischen Familie und Hamas-Mitgliedern, die Kassam-Raketen abfeuern wollten. Zunächst wandten sich zehn Zivilisten gegen drei Terroristen. Darauf holten die Hamas-Aktivisten zehn Mann Verstärkung herbei. Anschließend traten 140 Mitglieder der Familie auf die Straße. Der Streit endete damit, dass sich die Hamas-Vertreter zurückzogen.

In der Autonomiestadt Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen, wo die Armee derzeit im Einsatz ist, landete vor ein paar Tagen eine Kassam-Rakete auf einem Wohnhaus. Eine Palästinenserin wurde schwer verwundet. Ein Teil der Bewohner von Beit Hanun freute sich allerdings über diesen Vorfall, da die betroffene Familie als Hamas-Unterstützerin bekannt ist. Ihre Mitglieder haben in der Vergangenheit dafür plädiert, dass der Raketen-Abschuss auf israelische Ziele fortgesetzt wird.

Am vergangenen Freitag erschossen Aktivisten der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden in Beit Hanun einen 16-jährigen Palästinenser. Mit seiner Familie hatte er die Terroristen daran gehindert, in der Nähe ihres Hauses Raketen abzufeuern. Darauf hatten die Mitglieder der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden auf die Palästinenser geschossen.

Zwei Familien führen den öffentlichen Protest in Beit Hanun an. Sie drohen Terroristen für den Fall, dass sie es wagen sollten, Kassam-Raketen von Wohngebieten aus abzufeuern. Dann werde ihr Blut über ihre Häupter kommen, so die Palästinenser.

Gleichzeitig hat auch die Presse im Gazastreifen begonnen, die Hamas wegen des Schadens zu kritisieren, den der Abschuss der Raketen nach sich zieht. Die Terrorgruppe wird in Zeitungen dazu aufgerufen, diese Angriffe einzustellen. So heißt es in einem Artikel, der Raketenabschuss diene der israelischen Regierung und gebe ihr eine Legitimation dafür, ihre Truppen in den palästinensischen Gebieten einzusetzen. Der Verfasser fordert die Hamas auf, sich auf Angriffe gegen Siedler und israelische Soldaten zu beschränken.

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