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Am Sonntag beginnt Chanukka, das jüdische ‚Lichterfest’ (eigentlich Fest der Einweihung). An den darauf folgenden acht Tagen wird hiermit des Sieges der Juden im Makkabäeraufstand gegen die hellenistische Fremdherrschaft der Seleukiden im Land Israel und der daran anschließenden Neueinweihung des Jerusalemer Tempels im 2. Jh. v. Chr. gedacht.

Der Legende nach war damals im Tempel nur eine einzige Flasche nicht entweihten Öls übrig geblieben. Dies brannte statt wie gewöhnlich für einen einzigen Tag ganze acht Tage lang - bis den rituellen Reinheitsgeboten gemäß wieder neues Öl bereitet werden konnte. Aus diesem Grund wird an dem Feiertag traditionellerweise je eine Kerze entzündet. Neben dem religiösen Wunder symbolisiert das Fest nicht zuletzt die kulturelle Eigenständigkeit und politische Souveränität der Juden in ihrem Land.

Foto: IDF

Die fröhlichen Chanukka-Feiertage werden im heutigen Israel auch vom Grossteil der säkularen Bevölkerungsmehrheit auf die eine oder andere Weise begangen. Abgesehen vom Entzünden der Kerzen ist dabei der Konsum von in Öl gebratenen Speisen wie Kartoffelpuffern (Latkes) und Krapfen (Sufganiot) verbreitet. Während das Geschäfts- und Behördenleben wie gewohnt vonstatten geht, haben die Kinder Schulferien.

jns, Dezember 2008

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