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(Photo: Gil Yohanan)

Beim schwersten Anschlag in Israel seit über einem Jahr sind in einer Jerusalemer Religionsschule mindestens acht Menschen getötet worden. Drei Talmud-Schüler wurden schwer verletzt.

Ein bewaffneter Palästinenser stürmte am Abend die Talmudschule, feuerte wahllos auf Studenten und richtete ein Blutbad an, wie Jerusalems Polizeichef Aharon Franco am späten Abend informierte.

Der Attentäter sei dann von einem Polizisten erschossen worden, der in der Nähe des Tatorts wohnt und Schüsse gehört hatte. Francos Angaben zufolge wurden neun Schüler verletzt, drei davon schwer.

Der Attentäter sei ein Palästinenser aus dem seit 1967 von Israel besetzten Ost-Jerusalem gewesen. Er habe sich für das Attentat als orthodoxer Jude verkleidet, teilte die Polizei mit.

Ziel des Attentäters war die Talmud-Schule (Jeschiva) Merkas Harav in dem von orthodoxen Juden geprägten Stadtviertel Kirjat Mosche. Zu der Tat bekannte sich nach Angaben eines Senders der libanesischen Hisbollah-Miliz die bislang unbekannte Gruppe Kataeb Ahrar el Dschalil ("Brigaden der freien Männer von Galiläa").

Die radikalislamische Hamas bezeichnete den Anschlag als "Heldentat". Im Gazastreifen kamen Menschen zu Freudenkundgebungen zusammen.

Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas bezeichnete den Anschlag als "normale Antwort auf die Verbrechen der Besatzungsmacht" Israel. Auch in den Hochburgen der radikalen Schiitenmiliz Hisbollah in Libanon waren Freudenschüsse zu hören.

Die israelische Regierung kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Hintermänner an. "Wir werden die Terroristen weiter bekämpfen", sagte Regierungssprecher Arie Mekel. "Die Terroristen versuchen, die Chancen auf Frieden zu töten."

Kurz vor dem Anschlag auf die Talmudschule waren bei einem israelischen Luftangriff auf Chan Junes im Süden des Gazastreifens nach palästiennsischen Angaben vier Menschen ums Leben gekommen. Es habe sich dabei um Mitglieder der radikalislamischen El-Kuds-Brigaden gehandelt.

Quelle: jns und Agenturen
6.März 2008

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