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Es scheint wie ein Wunder, dass niemand verletzt wurde. Gestern Abend gegen 21:30 Uhr waren in der Nähe der israelischen Militärbasis in Nahal Oz nördlich des Gazastreifens zwei Explosionen zu hören. Einer der Soldaten sagte, aus einer Mitteilung des Kommunikationsnetzes der Armee gehe hervor, dass eine Mörsergranate direkt in ein Gebäude des Stützpunktes eingeschlagen sei, welches als Küche und Speisesaal dient. Keiner der Soldaten wurde verletzt, doch da man weiteren Beschuss befürchtete, wurden alle aufgefordert, sich in die Bunker zu begeben.

Nach Aussage des Soldaten ist das nicht das erste Mal, dass es Palästinensern gelingt, Mörsergranaten auf die Militärbasis abzufeuern. Nach seinen Worten werden jeden Morgen am Eingang zum Speisesaal Überreste der eingeschlagenen Granaten gefunden. Im November letzten Jahres wurden drei Soldaten durch eine Mörsergranate, die auf der Militärbasis im Süden Israels einschlug, leicht verletzt. Einer der Verletzten wurde durch Splitter verletzt, die beiden anderen erlitten einen Schock.

Die Mörsergranate schlug direkt im Büro Ivgenis ein, dem Stellvertreter des medizinischen Offiziers der Nordkommandantur, Hauptmann Uri Feinstein. „Einige Minuten zuvor hatte meine Freundin angerufen und mich gebeten, sie nach Be’er Sheva nach Hause zu fahren. Später haben sie mir erzählt, dass eine Mörsergranate genau in den Stuhl neben mir in meinem Büro eingeschlagen ist“, berichtete Ivgeni gegenüber Maariv. „Meine Freundin ist geschockt. Sie hat das Gefühl, dass sie mein Leben gerettet hat. Wäre ich im Büro gewesen, wäre die Rakete auf meinem Kopf gelandet“.

Erste Operation mit Bodentruppen

Bei der ersten Operation mit Bodentruppen der israelischen Armee seit der Abkoppelung im vergangenen Sommer haben israelische Spezialeinheiten am Dienstag im Gazastreifen vier bewaffnete Mitglieder des „Islamischen Jihad“ getötet. Acht weitere wurden verletzt. Die Männer waren auf dem Weg, Qassam-Raketen von Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen auf Israel abzuschießen. Unterschützt von Kampfhubschraubern eröffneten die Soldaten am Boden das Feuer.

Die Truppen rückten etwa 3 km in den Gazastreifen vor. Abgesehen von vereinzelten Aktionen zur Minensuche entlang des Sicherheitszauns hatte die Armee bis jetzt palästinensische Raketen-Angriffe lediglich aus der Luft und mit Artillerie von israelischem Staatsgebiet abgewehrt.

Bei einer Razzia in Nablus und im nahe gelegenen Flüchtlingslager Balata wurden drei bewaffnete Palästinenser getötet. Zwei von ihnen standen den Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden nahe, einer Terrorgruppe mit Verbindungen zur Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. Der dritte war Mitglied des Islamischen Jihad.

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