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Jerusalem

Die Israelische Sicherheitsbehörde „Shabak“ hat einen Granatenangriff auf den Stadtbezirk Gila in Jerusalem vereitelt. Dies teilte am Montagmorgen Yuval Diskin dem parlamentarischen Ausschuss für Außen- und Verteidigungspolitik mit. Diskin nannte die Hamas eine „langfristige strategische Bedrohung für Israel“.

Nach den Informationen, die der Leiter des Shabak den Ausschussmitgliedern bekannt gab, gehörte das Kommando, das den Angriff durchführen wollte, der Terrorgruppe „palästinensisches Volkswiderstandskomitee“ an. „Dies sind Aktivisten, die aus dem Gazastreifen nach Bethlehem gekommen sind“, so Diskin. In ihrem Besitz wurden ein Granatwerfer von 60 cm Umfang sowie acht Granaten gefunden, die zum Abschuss auf den Bezirk Gila vorbereitet waren.

Diskin nahm zum Wahlsieg der Hamas und zur Vereidigung des neuen Parlaments in der Autonomiebehörde Stellung. „Wer die Bewegung der Muslimbrüder kennt, mit der die Hamas verbunden ist, sowie mit deren Ideologie, der weiß, dass sich die Organisation nicht ändern wird und weiterhin an die Notwendigkeit glauben wird, den Staat Israel zu vernichten“, so Diskin. „Langfristig stellt die Hamas eine strategische Bedrohung für Israel dar“.

Das Gefährliche an der Hamas seien nicht nur deren Aktivitäten in den Palästinensergebieten, sondern dass ihre Machtzunahme auch Extremisten unter den israelischen Arabern beeinflussen könnte. Trotzdem geht der Shabak davon aus, dass sich die Hamas bemühen wird, Anschläge in der nächsten Zeit zu verhindern, um der Welt ihre Kontrolle über die Region zu beweisen.

Diskin betonte, dass die Organisation die Regierungsperiode nutzen werde, um das Vertrauen in der palästinensischen Öffentlichkeit zu vertiefen und weitere Sympathien zu gewinnen. „Zwar hat sie im palästinensischen Parlament die Mehrheit erreicht, doch nur 45% des Volkes unterstützen die Organisation.“

Die Entscheidung der israelischen Regierung, die Zolleinnahmen in die Autonomiebehörde einzufrieren, könnte nach Worten des Shabak-Leiters der Hamas zusätzlich Schwierigkeiten bereiten, ihr Regime zu festigen. Diskin betonte, dass es der Hamas mittel- oder langfristig schwer fallen wird, ausreichende Budgets zu schaffen. „Allein zur Auszahlung der Gehälter für die palästinensischen Sicherheitstruppen brauchen sie monatlich 120 Millionen Dollar und mehr als anderthalb Milliarden Dollar im Jahr. Zudem benötigt die Hamas weitere zwei bis drei Milliarden Dollar jährlich für die fortlaufende Leitung der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Auch wenn der Iran, der sich zu finanzieller Unterstützung verpflichtet hat, Finanzierungshilfen gibt, so wird die Hamas nach Angaben Diskins Ausgaben eines solchen finanziellen Umfangs nicht decken können. Diskin geht davon aus, dass auch Saudi-Arabien und andere arabische Staaten vor einer Finanzierung der Hamas zurückschrecken werden, da sie die Reaktion des Westens fürchten.

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