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Oberster Gerichtshof warnt

Der Richter des Obersten Gerichtshofs in Jerusalem, Salim Jubran, hat am Wochenende davor gewarnt, dass der Staat Israel zur Beschädigung einer christlichen Stätte und somit zu einer Verschlechterung der Beziehungen mit dem Vatikan und der christlichen Welt beitragen könnte. Ursache war die Übergabe eines Kirchengebäudes in der Jerusalemer Altstadt in die Hände der Talmud-Schule (Yeshiva) "Esh hatora".

Es handelt sich um ein verlassenes Kreuzfahrergebäude in der Altstadt, das unter dem Namen „Kirche und Herberge der Heiligen Maria und der deutschen Ritter“ bekannt ist. Vor fünf Jahren hatte die Gesellschaft für Wiederaufbau und Entwicklung des Jüdischen Viertels das Gebäude an die Esh Hatora-Yeshiva verkauft. Die Yeshiva verschloss das Gebäude und brachte sogar eine Mezuza am Türrahmen der Kirche an. Dieser Schritt sorgte für große Verärgerung im Vatikan und in Deutschland, wo es hieß, dass man damit einen Teil ihrer historischen und religiösen Tradition zerstöre.

Der Staat Israel befindet sich nun in einer diplomatischen Zwickmühle und hat bereits versucht, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, doch die Yeshiva weigerte sich, auf die Kirche zu verzichten. In Folge des öffentlichen Ansturms erzielten vor einiger Zeit die Gesellschaft für Entwicklung des Jüdischen Viertels und die Yeshiva ein Abkommen, das die Öffnung der Stätte für die Öffentlichkeit ermöglicht und seine Beschädigung verbietet.

Da er keine Wahl hatte, stimmte der Rechtsberater der Regierung dem neuen Vertrag zu. Doch die Jerusalem-Stiftung verlangt weiterhin mit Unterstützung des Rechtsanwalts Baaz Arad, dass der Oberste Gerichtshof den Vertrag ungültig macht.

Letztendlich gab der Oberste Gerichtshof dem Staat einen weiteren Aufschub, um das beschämende Problem zu lösen.

Quelle: Maariv

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