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Die israelischen Behörden haben mit der Freilassung von 159 palästinensischen Gefangenen begonnen. Häftlinge hätten in mehreren Bussen ein Gefängnis im Süden Israels in Richtung Westjordanland verlassen, berichteten israelische Medien.

Die Freilassungen wurden als vertrauensbildende Massnahme zur Unterstützung der neuen Palästinenserführung um PLO-Chef Mahmud Abbas bezeichnet. Sie sind Teil von Absprachen, die Israel mit Ägypten getroffen hat.

Nach acht Jahren im Gefängnis hatte Ägypten zuvor den israelischen Araber Asam Asam, der wegen Spionage für den jüdischen Staat zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war, nach Israel überstellt.

Nach Listen, die die israelischen Justizbehörden in den vergangenen Tagen veröffentlicht hatten, hat die überwiegende Zahl der 159 Häftlinge ihre Strafen fast vollständig verbüsst. Etwa 50 von ihnen seien wegen illegalen Aufenthaltes in Israel ins Gefängnis gesteckt worden.

Unterdessen kam es im Westjordanland zu einem weiteren gewaltätigen Zwischenfall. Israelische Soldaten erschossen im Flüchtlingslager Balata bei Nablus im Westjordanland einen Palästinenser.

Das als Waffenschmuggler gesuchte Mitglied der Fatah-Organisation habe versucht, in einem Auto zu flüchten und Soldaten zu überfahren, sagte ein Militärvertreter in Tel Aviv. Dagegen erklärten palästinensische Augenzeugen, die Soldaten hätten den Palästinenser erst nach der Festnahme erschossen und auf die Strasse geworfen.

© ISRASWISS - swissinfo 2004

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