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Besonderheiten beim Umgang mit dem Mobiltelefon:

Die Angst vor Selbstmord-Attentätern ist in Israel allgegenwärtig. Weil viele in Sorge um Familie und Angehörige sind, sind häufig ganze Familien mit Handys ausgerüstet.
Mainz (ots) - Andere Länder, andere Sitten – diese alte Weisheit müsste eigentlich auch für den Umgang mit dem Mobiltelefon gelten. Für die sechsteilige Reihe „Handykulturen“ (ab 9. Oktober, samstags, 18.30 Uhr) reist ein 3sat-Team nach China, Singapur, Italien, Südafrika, Saudi-Arabien und Israel und sucht dort nach Besonderheiten beim Umgang mit dem Mobiltelefon.
Süchtig nach „telefonino“ in Italien
Die Handy-Reise beginnt in Italien, wo sechs Prozent aller Bürger als abhängig vom „telefonino“, dem „Telefönchen“, gelten. In Therapien lernen sie mühsam, wieder ohne Kästchen am Ohr zu leben. In Italien werden sogar mehr Handys benutzt, als das Land Einwohner hat. Eines allein reicht vielen nicht mehr. Überall klingelt es, schrillt es, bimmelt es. Das „telefonino“ ist Status- und Freiheitssymbol und scheint, auf Italiener wie zugeschnitten zu sein, die dem Klischee nach als gesprächig und gleichzeitig scheu gelten. Erst mit „telefonino“ fühlt man sich in Italien als Mitglied der Menschheit, getraut man sich mehr auszusprechen als von Angesicht zu Angesicht.
Koschere Handys in Israel
Die Angst vor Selbstmord-Attentätern ist in Israel allgegenwärtig. Weil viele in Sorge um Familie und Angehörige sind, sind häufig ganze Familien mit Handys ausgerüstet. Auch bei orthodoxen Juden ist die Handy-Manie ausgebrochen. Sie benutzen allerdings koschere Handys – Telefone, die den jüdischen Vorschriften entsprechen und deshalb beispielsweise keinen Internetzugang haben dürfen. Ein Rabbi erklärt in 3sat am 16-10-2004 wie koschere Handybenutzung auszusehen hat: Verheirate dürfen mit koscheren Handys telefonieren, jungen Männern und Kindern ist die Handy-Benutzung verboten. Außerdem sollten Frauen ihre Männer nicht zu oft anrufen, um den Hausfrieden nicht zu stören ...
In Internet: » www.3sat.de

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