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Die UNO hat nun mitgeteilt: Beim israelischen Angriff vom 6. Januar befanden sich alle Todesopfer außerhalb des Schulgeländes (Bild: UN)

Der Vorfall ereignete sich am 6. Januar in Gaza. Nach dem Angriff hiess es, die Luftwaffe habe die Schule des Hilfswerkes UNRWA beschossen. Zuvor habe Israel die Palästinenser in dem Viertel aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und unter anderem in dem Schulgebäude Zuflucht zu suchen. Nun sagte der humanitäre Koordinator der UN, Maxwell Gaylord, die israelischen Granaten seien in einer Strasse nahe des Schulgeländes eingeschlagen.

Die Vereinten Nationen "würden gerne klarstellen, dass das Bombardement und alle Todesfälle sich ausserhalb und nicht innerhalb der Schule ereignet haben", fügte Gaylord hinzu. Als Reaktion liess die UNRWA verlauten, sie habe seit dem Tag des Angriffes behauptet, die Verwundeten hätten sich ausserhalb des Geländes befunden. Die Quelle der Falschmeldung sei in einem anderen Zweig der UN zu suchen, hiess es laut der Zeitung "Ha´aretz".

Ranghohe Vertreter der israelischen Armee hatten von Anfang an ihre Skepsis darüber geäussert, dass die Schule getroffen worden sei. Denn zwei Mörsergranaten könnten nicht 43 Menschen töten und außerdem Dutzende verletzen.

In der vergangenen Woche weckte ferner die kanadische Zeitung "The Globe and Mail" Zweifel an der weit verbreiteten Darstellung über die angeblich getroffene Schule. Ein Lehrer, der sich während des Angriffes auf dem Gelände befunden hatte, wurde dort zitiert: "Drei meiner Schüler wurden getötet. Aber sie waren alle draussen." Er sei felsenfest davon überzeugt gewesen, dass innerhalb des Schulkomplexes niemand ums Leben gekommen sei. Der Lehrer sei von der UNO aufgefordert worden, nicht mit den Medien zu sprechen, schreibt die kanadische Zeitung.

jns, 4.Februar 2009

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