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Von Jeffrey Goldberg

Der New Yorker Journalist Jeffrey Goldberg, Redaktionsmitglied des Atlantic Monthly, hat in einem Artikel für die International Herald Tribune die Unmöglichkeit beschreiben, mit der Hamas zu einem Friedensabkommen zu gelangen.

„Sollte Israel (und in Ausweitung davon die USA) versuchen, sich mit der Hamas substantiell und nachhaltig politisch zu arrangieren? Dies ist eine gute, diskutable Frage, die jedoch von gewissen politischen und theologischen Realitäten losgelöst ist. Eine unausweichliche Realität erwächst aus der komplizierten und kompetitiven Beziehung der Hamas mit der Hisbollah. Für die Hamas ist die Hisbollah nicht nur eine Quelle für Waffen und Ausbildung, sie ist ein Mentor und ein Vorbild.

Das Verlangen der Hamas nach den grössten Errungenschaften der Hisbollah ist natürlich, was aber wichtiger ist: Es wirkt radikalisierend. Einer unter vielen Gründen dafür, dass die Hamas sich veranlasst sah, vor einem Monat die Waffenruhe mit Israel zu brechen, bestand darin, von der Hisbollah beeindruckten Muslimen ihre Potenz zu beweisen.

Eine andere bedenkenswerte Realität betrifft die Theologie. Hamas und Hisbollah entstammen unterschiedlichen Strömungen des Islam: Die Hamas ist der palästinensische Zweig der sunnitischen Muslimbrüderschaft; die Hisbollah ist ein Stellvertreter des Iran und erhält ihre Eingebung von der radikal-schiitischen Politik Ayatollah Ruhollah Khomeinis. Aber die Gruppierungen teilen den gemeinsamen Glauben, dass die Juden ein kosmologisches Übel sind, Feinde des Islams, seit Mohammed nach Medina flüchtete.

Befürworter von Verhandlungen legen es regelmässig nahe, dass die Feindschaft der Hamas gegen Juden sich irgendwie ändern könnte. Nach Jahren des Zuhörens habe ich allerdings nicht viel gehört, was vermuten liesse, dass ihr Antisemitismus unaufrichtig wäre. Wie die Hisbollah glaubt die Hamas, dass Gott gegen einen jüdischen Staat in Palästina ist. Beide Gruppierungen sind rhetorisch erbarmungslos, wenngleich die Hamas wiederum der Führung der Hisbollah zu folgen scheint.“

Der vollständige Artikel findet sich unter dem folgenden Link: » http://www.iht.com/articles/2009/01/14/opinion/edgoldberg.php
(International Herald Tribune)

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