15. bis 23. Tishre 5766
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Fünf Tage nach Yom Kippur wird SUKKOT gefeiert, das die
Bibel (Lev. 23,34) als das "Fest der Laubhütten" bezeichnet. Sukkot ist
eines der drei Feste, die bis ins Jahr 70 n.d.Z. mit grossen Pilger- und
Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurden und daher als die
Wallfahrtsfeste bekannt sind. An Sukkot erinnern Juden sich an den
Auszug aus Ägypten (13. Jh. v.d.Z.) und danken für eine reiche Ernte. In
einigen Kibbuzim wird Sukkot als Chag Ha´asif (Erntefest) gefeiert. Hier
stehen dann Themen wie das zweite Einbringen des Getreides und die Ernte
der Herbstfrüchte, der Beginn des landwirtschaftlichen Jahres und der
erste Regen im Mittelpunkt. |
Während der fünf Tage zwischen Yom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende von Haushalten und Geschäften Sukkot - Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt. Diese Laubhütten sind jenen Hütten nachgebildet, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten. Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind. Im ganzen Land errichtet man Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen. Jede Militärbasis hat ihre Laubhütte. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.
In Israel begeht man die eigentlich "heilige Zeit" des Laubhüttenfestes (und der beiden anderen Wallfahrtsfeste, Pessach und Shavuot) an einem Tag. Diasporagemeinden feiern zwei Tage und setzen damit eine Notwendigkeit aus der Zeit der Antike fort, als die genauen Daten für die Festtage im Tempel bestimmt und mit einem groß angelegten Netz von Signalfeuern und Boten in die Diaspora gemeldet wurden.
Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäss der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche - jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag - sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schliessen gänzlich oder sind halbtags geöffnet. Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.
Die Woche nach dem Laubhüttenfest und somit dieser gesamte Festtagszyklus enden mit SHEMINI ATSERET, der "heiligen Versammlung am achten Tag" (Lev. 23,36), der mit der SIMCHAT THORA, dem Thorafreudenfest, verbunden wird. Die Feiern an Shemini Atseret/Simchat Thora konzentrieren sich auf die Thora - die Fünf Bücher Mose. Das Fest ist dafür bekannt, dass öffentlich mit den Thorarollen im Arm getanzt wird. An Simchat Thora werden Schluss und Anfang der Thora gelesen, damit kommt der Jahreszyklus der Thoralesungen zu einem Abschluss und wird sogleich wieder aufgenommen. Nach Sonnenuntergang richten viele Gemeinden meist unter freiem Himmel weitere Festaktivitäten aus, die nicht mehr durch die rituellen Bestimmungen des Feiertages eingeschränkt werden.











