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Nach mehreren Fehlversuchen gibt es neue Spekulationen über einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der palästinensischen Hamas. Für Gilad Schalit wäre es das Ende einer dreijährigen Tortur.

Lebt seit über 1158 Tage in Gefangenschaft: Israelischer Soldat Gilad Schalit. Bild: Keystone

Israelische und palästinensische Medien berichteten, dass unter deutscher Vermittlung neuer Schwung in die Verhandlungen gekommen sei. Ein Führungsmitglied der Hamas äusserte sich in Damaskus zufrieden mit den deutschen Bemühungen. «Wir gehen davon aus, dass diese Verhandlungen auch bei den Gesprächen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ein Thema sind», sagte Hamas-Sprecher Osama Hamdan der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Bislang habe es nur ein Treffen mit den Vermittlern gegeben, die auch am Gefangenenaustausch zwischen Israel und der libanesischen Schiiten-Bewegung Hizbollah beteiligt gewesen seien.

«Wir warten jetzt darauf, dass die Deutschen mit den Israelis sprechen und dann wieder auf uns zukommen», sagte der Sprecher. Deutschland war erst kürzlich als zusätzlicher Vermittler neben Ägypten ausgewählt worden.

Gilad Schalit seit 1158 Tagen gefangen

Die neuen Spekulationen wurden durch Gespräche des Hamas-Führers im Gazastreifen, Mahmud al-Sahar, und des Führers des militanten Armes der Hamas, Ahmed al-Dschabari, mit der ägyptischen Führung in Kairo sowie mit dem Hamas-Politbüro in Damaskus ausgelöst. Dabei soll es um letzte Modalitäten für einen Austausch gehen.

Israel besteht darauf, dass 125 der 450 freizulassenden Palästinenser ins Ausland - nach Syrien und Sudan - abgeschoben werden sollen. Strittig sei, wie lange die Männer im Exil leben sollen.

Die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hatte vor über drei Jahren den israelischen Soldaten Gilad Schalit verschleppt. Die Islamisten wollen ihn nur nach Hause gehen lassen, wenn Israel 450 Palästinenser freilässt. Diese sind aber wegen der Beteiligung an Anschlägen zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Israel hat lange Jahre die Politik verfolgt, dass keine Palästinenser frei kommen, an deren «Händen Blut klebt».

Quelle: jns und Agenturen
27. August 2009

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